Die metallografische Untersuchung von Kohlenstoffstahl-Schweißverbindungen, die durch CO₂-Gas-Metalllichtbogenschweißen hergestellt wurden, dient als Kernmethode zur Beurteilung der Schweißqualität und der Prozessrationalität.
In der Schweißgutzone finden sich im Allgemeinen säulenförmige Körner sowie geringe Mengen proeutektoiden Ferrits, Seitenplattenferrits und Perlits.
Die Wärmeeinflusszone (HAZ) weist mikrostrukturelle Übergänge zwischen grobkörnigen und feinkörnigen Bereichen auf. In der grobkörnigen Zone kommt es zur Bildung von Widmanstättengefügen und martensitischen Verfestigungsschichten, die zu einer Versprödung der Schweißverbindung führen.
Die mikroskopische Beobachtung in der Nähe der Fusionslinie ermöglicht die Identifizierung interner Defekte wie unvollständiger Fusion, Mikrorisse, Poren und Einschlüsse. Außerdem wird bewertet, wie sich Überhitzungsgrad und Abkühlungsrate auf die Morphologie der Mikrostruktur auswirken. Die Ergebnisse der metallografischen Tests bieten direkte Anhaltspunkte für die Anpassung der Schweißwärmezufuhr, der Vorwärmtemperatur und der Zwischenlagentemperatur und ermöglichen so eine wirksame Kontrolle der Verhärtungsneigung und wasserstoffinduzierter Rissrisiken.
Die kombinierte metallografische Bewertung, die Härteverteilung und Mikrostrukturbewertung integriert, ist ein zuverlässiger Ansatz zur Überprüfung von Schweißverfahrensspezifikationen und zur Gewährleistung der strukturellen Integrität.
1️⃣ Grobschliff: MET-M P400
2️⃣ Feinschliff: POS 9μm PD-WT
3️⃣ Polieren: ET-JP 1μm PD-WT
*Alternative für Schritt 2: Schleifpapier P800 bis P2000

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